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Wurmtest beim Hund

  • 16. März 2026
  • Birthe Thompson

Wann eine parasitologische Kotuntersuchung sinnvoll ist

Dieser Beitrag gehört zu einer Artikelserie über Darmdiagnostik beim Hund. Eine Übersicht über alle Themen finden Sie hier: Darmdiagnostik beim Hund verstehen.

Viele Hundehalter*innen denken bei Würmern zuerst an sichtbare Parasiten im Kot. In der Realität bleiben die meisten Wurminfektionen lange unbemerkt. Die erwachsenen Würmer leben im Verdauungstrakt des Hundes und sind von außen meist nicht erkennbar. Erst eine gezielte parasitologische Kotuntersuchung kann zeigen, ob sich Parasiten im Darm angesiedelt haben.

Ein Wurmtest beim Hund gehört deshalb zu den wichtigsten Basisuntersuchungen der Darmdiagnostik. Er hilft dabei, Infektionen frühzeitig zu erkennen, gesundheitliche Belastungen für den Hund zu vermeiden und auch mögliche Risiken für Menschen im Haushalt einzuschätzen.

Warum Würmer beim Hund oft lange unbemerkt bleiben

Ein häufiger Irrtum ist die Vorstellung, dass Würmer im Kot des Hundes immer sichtbar sein müssten. Tatsächlich sieht man Parasiten nur bei einem starken Befall oder bei bestimmten Wurmarten.

Die meisten Würmer leben im Inneren des Darms. Einige Arten bewegen sich frei im Darminhalt, andere heften sich an die Darmschleimhaut. Dort ernähren sie sich von Nährstoffen aus der Nahrung oder vom Blut ihres Wirtes.

Was diese Parasiten regelmäßig ausscheiden, sind Eier oder Larvenstadien. Diese sind so klein, dass sie nur unter dem Mikroskop erkannt werden können.

Eine parasitologische Kotuntersuchung zielt genau darauf ab. Im Labor wird der Kot des Hundes mit speziellen Verfahren untersucht, die diese mikroskopisch kleinen Eier sichtbar machen.

Welche Würmer werden bei einer Kotuntersuchung gesucht?

Bei einem Wurmtest wird der Kot des Hundes gezielt auf verschiedene Parasiten untersucht. Diese unterscheiden sich sowohl in ihrem Entwicklungszyklus als auch in ihren Auswirkungen auf die Gesundheit.

Welpe mit Spulwürmern

Spulwürmer

Spulwürmer gehören zu den häufigsten Darmparasiten beim Hund. Die erwachsenen Würmer können bis zu 18 Zentimeter lang werden.

Ihre Larven wandern nach der Aufnahme durch den Körper. Sie können dabei über Blutbahn und Gewebe auch die Lunge erreichen. Manche Hunde entwickeln deshalb Husten, obwohl eigentlich ein Darmparasit vorliegt.

Spulwürmer sind außerdem eine sogenannte Zoonose. Das bedeutet, dass sie unter bestimmten Umständen auch auf Menschen übertragen werden können.

Hakenwürmer beim Hund

Hakenwürmer

Hakenwürmer heften sich mit speziellen Mundwerkzeugen an die Darmschleimhaut und ernähren sich vom Blut des Hundes. Dabei entstehen kleine Verletzungen in der Schleimhaut.

Ein stärkerer Befall kann zu folgenden Problemen führen:

  • blutiger Durchfall

  • Schwäche und Abgeschlagenheit

  • Blutarmut bei jungen oder geschwächten Tieren

Peitschenwurm beim Hund

Peitschenwürmer

Peitschenwürmer leben im Dickdarm des Hundes. Ihre Eier sind besonders widerstandsfähig und können lange in der Umwelt überleben.

Ein Befall kann sich unter anderem zeigen durch:

  • schleimigen Durchfall

  • wiederkehrende Verdauungsprobleme

  • Gewichtsverlust

  • allgemeine Schwäche

Bandwurm beim Hund

Bandwürmer

Bandwürmer stellen diagnostisch eine Besonderheit dar. Sie geben ihre Eier meist nicht einzeln ab, sondern in sogenannten Segmenten. Diese Segmente sehen aus wie kleine Reiskörner und können aktiv aus dem After wandern.

Wenn Hundehalter*innen solche Segmente am Fell rund um den After entdecken, ist dies oft bereits ein deutlicher Hinweis auf einen Bandwurmbefall.

Da diese Segmente nicht immer im Kot enthalten sind, werden Bandwürmer in der mikroskopischen Untersuchung manchmal übersehen.

Wie infizieren sich Hunde mit Würmern?

Viele Hundehalter*innen gehen davon aus, dass Würmer vor allem bei mangelnder Hygiene auftreten. In Wirklichkeit sind die Infektionswege sehr vielfältig.

Typische Ansteckungsquellen sind zum Beispiel:

  • Aufnahme von Wurmeiern aus Erde, Gras oder Pfützen

  • Kontakt mit infiziertem Kot anderer Tiere

  • Fressen von Mäusen oder anderen Beutetieren

  • Aufnahme von Flöhen, die Bandwurmlarven enthalten können

  • rohes Fleisch aus Wild oder ungeprüften Quellen

Welpen können sich zusätzlich bereits vor der Geburt über die Plazenta oder später über die Muttermilch infizieren.

Aus diesem Grund können auch gut gepflegte Haushunde von einem Wurmbefall betroffen sein.

Welche Symptome auf einen Wurmbefall hinweisen können

Nicht jeder Hund zeigt deutliche Krankheitszeichen. Manche Tiere wirken trotz Infektion zunächst völlig unauffällig.

Mögliche Hinweise auf Darmparasiten können sein:

  • wiederkehrender Durchfall

  • schleimiger oder blutiger Kot

  • wechselnde Kotkonsistenz

  • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit

  • stumpfes oder struppiges Fell

  • Juckreiz am After mit sogenanntem Schlittenfahren

  • Blähungen

  • Husten ohne erkennbare Atemwegserkrankung

  • blasse Schleimhäute bei stärkerem Befall

Diese Symptome können auch andere Ursachen haben. Eine gezielte Kotuntersuchung hilft dabei, Parasiten als mögliche Ursache auszuschließen oder zu bestätigen.

Wie wird ein Wurmtest im Labor durchgeführt?

Im Labor wird der Kot mit verschiedenen diagnostischen Verfahren untersucht.

Ein häufig verwendetes Verfahren ist das sogenannte Flotationsverfahren. Dabei wird der Kot mit einer speziellen Flüssigkeit vermischt. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften steigen Wurmeier in dieser Flüssigkeit an die Oberfläche. Von dort können sie mikroskopisch nachgewiesen werden.

In manchen Fällen wird zusätzlich ein Sedimentationsverfahren eingesetzt. Dabei sammeln sich schwerere Parasitenstadien im Bodensatz der Probe und können ebenfalls unter dem Mikroskop untersucht werden.

Moderne Labore nutzen teilweise auch molekularbiologische Methoden wie PCR-Untersuchungen. Dabei wird das Erbmaterial von Parasiten nachgewiesen. Diese Methode kann besonders empfindlich sein.

Sammelkotprobe: Warum manchmal mehrere Proben untersucht werden

Parasiten scheiden ihre Eier nicht bei jedem Kotabsatz in gleicher Menge aus. Es gibt Phasen mit stärkerer Ausscheidung und Phasen, in denen im Kot nur wenige oder gar keine Eier vorhanden sind.

Aus diesem Grund werden und wurden häufig Sammelkotproben über mehrere Tage empfohlen. Dabei werden kleine Mengen aus mehreren Kotabsätzen gesammelt und gemeinsam untersucht. Ziel ist es, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Parasitenstadien im Labor nachweisen zu können.

Heute zeigt sich jedoch, dass der diagnostische Nutzen stark von der verwendeten Untersuchungsmethode abhängt. Moderne Laborverfahren sind deutlich empfindlicher als ältere Nachweismethoden. In vielen Fällen kann deshalb bereits eine einzelne, ausreichend große Kotprobe zuverlässig untersucht werden.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Anforderungen je nach Labor unterschiedlich sein können. Manche Labore bevorzugen weiterhin Sammelproben über mehrere Tage, während andere eine frische Einzelprobe anfordern.

Aus diesem Grund lohnt es sich immer, die Vorgaben des jeweiligen Labors zu beachten. So wird sichergestellt, dass die Probe optimal untersucht werden kann.

Eine ausführliche Erklärung zur Probenentnahme und zu den verschiedenen Varianten der Sammelkotprobe finden Sie im Artikel Sammelkotprobe beim Hund: Wann sie notwendig ist und wie sie richtig entnommen wird.

Warum ein Wurmtest trotz Infektion negativ sein kann

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der sogenannte Präpatenzzeitraum. Damit bezeichnet man die Zeitspanne zwischen der Aufnahme eines Parasiten und dem Zeitpunkt, an dem dieser erstmals Eier ausscheidet. Während dieser Phase lebt der Parasit bereits im Körper des Hundes, kann aber im Kot noch nicht nachgewiesen werden.

Je nach Wurmart kann dieser Zeitraum mehrere Wochen betragen. Deshalb kann es in manchen Situationen sinnvoll sein, eine Kotuntersuchung nach einiger Zeit zu wiederholen.

Giardien beim Hund

Würmer oder Giardien: Wo der diagnostische Unterschied liegt

Wenn Hunde über längere Zeit Durchfall haben, wird häufig zunächst an Würmer gedacht. Fällt der Wurmtest negativ aus, bleibt oft Unsicherheit.

Hierbei wird häufig übersehen, dass Giardien keine Würmer sind. Es handelt sich um mikroskopisch kleine Einzeller, die den Dünndarm besiedeln.

Sie werden bei der klassischen parasitologischen Kotuntersuchung nicht zuverlässig erkannt, da sie andere Nachweismethoden erfordern. In der Regel kommen hierfür spezielle immunologische Tests oder PCR-Verfahren zum Einsatz.

Mehr dazu lesen Sie im Artikel Giardien beim Hund: Wann eine Kotuntersuchung wirklich Klarheit bringt.

Testen oder routinemäßig entwurmen?

Über viele Jahre war es üblich, Hunde in festen Abständen pauschal zu entwurmen. Eine Entwurmung wirkt jedoch nicht vorbeugend. Sie tötet lediglich die Parasiten ab, die zum Zeitpunkt der Behandlung im Darm vorhanden sind.

Nimmt der Hund kurze Zeit später erneut infektiöse Eier oder Larven auf, kann sich der Kreislauf schnell wiederholen.

Aus diesem Grund entscheiden sich viele Hundehalter*innen heute dafür, regelmäßig eine Kotuntersuchung durchführen zu lassen und nur bei nachgewiesenem Befall zu behandeln.

Parasitologische Leitlinien empfehlen bei Hunden mit durchschnittlichem Risiko in vielen Fällen etwa vier Untersuchungen pro Jahr. So kann ein möglicher Befall frühzeitig erkannt werden, ohne den Organismus unnötig mit Medikamenten zu belasten.

Zoonosen: Warum Wurmtests auch für Menschen relevant sind

Einige Wurmarten des Hundes können auch Menschen infizieren. Diese sogenannten Zoonosen spielen besonders in Haushalten mit Kindern oder immungeschwächten Personen eine Rolle.

Spulwürmer können beispielsweise Larven bilden, die im menschlichen Körper wandern und in seltenen Fällen Organe oder Augen betreffen.

Regelmäßige Kotuntersuchungen tragen daher nicht nur zum Schutz des Hundes bei, sondern auch zur gesundheitlichen Sicherheit des familiären Umfelds.

Grenzen der Kotuntersuchung

Auch eine sorgfältige Kotuntersuchung hat diagnostische Grenzen.

Ein Wurmtest kann nur Parasiten nachweisen, die sich im Verdauungstrakt befinden und zu diesem Zeitpunkt Eier ausscheiden. Frühstadien einer Infektion oder Parasiten in anderen Organen bleiben möglicherweise unentdeckt.

Deshalb ist es wichtig, Laborbefunde immer im Zusammenhang mit den Symptomen und der Lebenssituation des Hundes zu beurteilen.

Praxisbezug: Wie ich Sie bei der Parasitendiagnostik unterstütze

Die Entscheidung zwischen routinemäßiger Entwurmung und regelmäßiger Diagnostik sollte immer individuell getroffen werden.

In meiner Arbeit als Tierheilpraktikerin unterstütze ich Hundehalter*innen dabei, die passende Strategie für ihren Hund zu finden. Alter, Lebensumfeld, Kontakt zu anderen Tieren und gesundheitliche Vorgeschichte spielen dabei eine wichtige Rolle.

Sie können über meine Praxis geeignete Gefäße für eine hygienische Sammelkotprobe erhalten; ich sende sie Ihnen zu. Nach der Laboruntersuchung erkläre ich Ihnen die Befunde verständlich und ordne sie in den gesundheitlichen Gesamtzusammenhang Ihres Hundes ein.

Falls ein Wurmbefall festgestellt wird, besprechen wir gemeinsam die nächsten Schritte. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die Behandlung der Parasiten, sondern auch die anschließende Unterstützung der Darmschleimhaut und der Darmflora.

Sie wünschen von mir beraten und begleitet zu werden? Sehr gerne. Bitte klicken Sie einfach auf das Logo. Es öffnet sich eine vorbereitet E-Mail, die Sie sofort an mich absenden können.

Übersicht aller Artikel dieser Serie

Kotuntersuchung beim Hund: Wann sie sinnvoll ist und was sie zeigen kann
Sammelkotprobe beim Hund: Wann sie notwendig ist und wie sie richtig entnommen wird
Wurmtest beim Hund: Wann eine parasitologische Kotuntersuchung sinnvoll ist
Giardien beim Hund: Wann eine Kotuntersuchung wirklich Klarheit bringt
Dysbiose beim Hund: Was ein Dysbiose-Screen der Darmflora zeigen kann
Großer Kot-Screen beim Hund: Wenn die Verdauung genauer untersucht werden muss
Welche Kotuntersuchung ist für meinen Hund sinnvoll
Darmflora beim Hund aufbauen: Wann Probiotika sinnvoll sind und wann nicht

Birthe Thompson

Birthe Thompson ist Tierpsychologin, Journalistin, Autorin, Coach und Bloggerin. Jahrelang Mehrhundehalterin, lebt sie heute mit ihrem Mann und derzeit zwei Rüden der Rasse Rhodesian Ridgeback im Norden Deutschlands. Über viele Jahre hat sie sich im aktiven Tierschutz verdient gemacht. Selbst war sie immer wieder Pflegestelle für Tierschutzhunde. Zu ihren Aufgaben gehörte es auch, Hunde einzuschätzen, um Vermittlungsprofile zu erstellen. Birthe Thompson ist Ansprechpartnerin für viele Bereiche zum Thema Hund. Gerade auch, wenn es um Tierschutz geht, brilliert sie durch ihre kompetente Vorgehensweise und ihr Wissen.

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