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Umweltallergie beim Hund – meine Erfahrungen mit Dante

  • 11. März 2026
  • Birthe Thompson

Wenn man plötzlich den eigenen Hund beobachtet

Als Tierheilpraktikerin begleite ich Hundehalter*innen und ihre Hunde bei gesundheitlichen Themen. In meiner Arbeit analysiere ich Symptome, versuche Zusammenhänge zu erkennen und überlege gemeinsam mit den Menschen, welche naturheilkundlichen Möglichkeiten ihrem Hund helfen könnten.

Doch manchmal steht man plötzlich selbst auf der anderen Seite.

In den letzten Wochen habe ich bei meinem eigenen Rüden Dante einige Veränderungen bemerkt. Seine Augen tränen leicht, und in den Augenwinkeln bildet sich immer wieder ein weißlicher Schleim. Außerdem zeigt er gelegentlich Rückwärtsniesen. Dabei zieht der Hund Luft ruckartig durch die Nase ein, weil die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum gereizt sind.

Diese Symptome kenne ich aus meiner Praxis vor allem von Hunden, die empfindlich auf Umweltreize reagieren.

Meine erste Vermutung lag deshalb nahe:
Dante könnte auf Umweltfaktoren reagieren, möglicherweise auf Pollen.

Gerade in der Pollensaison reagieren manche Hunde deutlich sensibler auf ihre Umgebung.

Was bei einer Umweltallergie im Körper passiert

Bei einer Umweltallergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umgebung. Dazu gehören zum Beispiel

  • Pollen von Bäumen oder Gräsern

  • Hausstaubmilben

  • Schimmelsporen

  • feine Umweltpartikel in der Luft

Das Immunsystem stuft diese Stoffe als Bedrohung ein und startet eine Abwehrreaktion.

Dabei wird unter anderem Histamin freigesetzt. Histamin ist ein körpereigener Botenstoff, der Entzündungsreaktionen im Körper auslösen kann.

Typische Folgen sind unter anderem

  • tränende Augen

  • Schleim in den Augenwinkeln

  • gereizte Schleimhäute

  • Niesen oder Rückwärtsniesen

  • Atemwegsreizungen

Als ich diese Symptome bei Dante beobachtete, begann ich zu überlegen, wie ich ihn möglichst sanft und gleichzeitig gezielt unterstützen kann.

https://wissen-hund.de/wp-content/uploads/2026/03/Rueckwaertsniesen.mp4

Dieses Video ist mit Ki generiert.

Meine Überlegung: Kann Mykotherapie helfen?

Da ich als Mykotherapeutin arbeite, lag für mich eine Frage sehr nahe. Kann ich meinem eigenen Hund mithilfe der Mykotherapie helfen?

Die Mykotherapie nutzt bestimmte Heilpilze/ Vitalpilze, deren Inhaltsstoffe regulierend auf verschiedene Körpersysteme wirken können. Besonders interessant sind dabei sogenannte Beta-Glucane.

Beta-Glucane sind spezielle Mehrfachzucker, die in vielen Vitalpilzen vorkommen. Sie können das Immunsystem beeinflussen und helfen dabei, überschießende Immunreaktionen zu regulieren.

Man spricht in diesem Zusammenhang von einer immunmodulierenden Wirkung.

Das bedeutet vereinfacht gesagt: Das Immunsystem wird nicht einfach stimuliert, sondern ins Gleichgewicht gebracht. Genau das ist bei allergischen Reaktionen entscheidend.

Diese Vitalpilze bekommt Dante derzeit

Dante erhält aktuell bereits zwei Vitalpilze, die wir ursprünglich wegen einer anderen gesundheitlichen Thematik einsetzen.

Reishi: der klassische Vitalpilz bei Allergien

Der Vitalpilz Reishi (Ganoderma lucidum) wird in der Mykotherapie häufig eingesetzt, wenn das Immunsystem zu starken Reaktionen neigt.

Seine Inhaltsstoffe können

  • entzündliche Prozesse regulieren

  • die Freisetzung von Histamin beeinflussen

  • Schleimhäute der Atemwege unterstützen

Gerade bei Reaktionen auf Umweltreize wie Pollen wird der Reishi deshalb häufig verwendet.

Auricularia: Unterstützung für Gefäße und Durchblutung

Der Vitalpilz Auricularia, auch Judasohr genannt, wird vor allem eingesetzt, um die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße zu unterstützen.

In der naturheilkundlichen Therapie nutzt man ihn häufig bei

  • Gefäßproblemen

  • entzündlichen Prozessen

  • Störungen der Mikrozirkulation

Bei Dante spielt dieser Pilz aktuell eine Rolle im Zusammenhang mit einer anderen gesundheitlichen Thematik. Gleichzeitig kann er entzündliche Prozesse im Körper positiv begleiten.

Möchten Sie wissen, ob Vitalpilze Ihrem Hund helfen können?
Klicken Sie einfach auf eines der Bilder und senden Sie mir eine kurze Anfrage.

Weitere Vitalpilze, die bei Umweltallergien interessant sein können

Wenn Hunde empfindlich auf Umweltreize reagieren, können zusätzlich weitere Vitalpilze sinnvoll sein.

Hericium: Unterstützung für Schleimhäute und Darm

Der Vitalpilz Hericium (Hericium erinaceus) wird häufig eingesetzt, um Schleimhäute zu unterstützen.

Ein großer Teil des Immunsystems sitzt im sogenannten darmassoziierten Immunsystem, auch GALT (Gut Associated Lymphoid Tissue) genannt.

Wenn die Darmbarriere stabil ist, kann sich auch das Immunsystem insgesamt besser regulieren.

Cordyceps: Unterstützung für Atemwege

Der Vitalpilz Cordyceps wird traditionell eingesetzt, wenn die Atemwege Unterstützung brauchen.

Er kann dazu beitragen

  • Bronchien zu entspannen

  • entzündliche Prozesse zu regulieren

  • die Sauerstoffaufnahme zu verbessern

Gerade bei Hunden, die zu Atemwegsreizungen oder Rückwärtsniesen neigen, wird er deshalb häufig eingesetzt.

Kleine Maßnahmen im Alltag können zusätzlich helfen

Neben der Mykotherapie achte ich bei Dante derzeit auf einige einfache Maßnahmen im Alltag.

Nach Spaziergängen wische ich sein Fell leicht mit einem feuchten Tuch ab. Dadurch lassen sich viele Pollen entfernen, bevor sie weiter auf Haut oder Schleimhäute einwirken können.

Auch die Augen reinige ich bei Bedarf vorsichtig, damit sich keine Reizstoffe ansammeln. Solche kleinen Maßnahmen können bei allergischen Hunden bereits eine spürbare Entlastung bringen.

Wenn der eigene Hund betroffen ist

Auch wenn man viel Erfahrung mit Hundegesundheit hat, fühlt es sich immer anders an, wenn der eigene Hund betroffen ist. Gerade dann wird einem wieder bewusst, wie wichtig es ist, genau hinzuschauen, Zusammenhänge zu verstehen und individuell zu entscheiden, was dem Hund wirklich hilft.

Woran Sie einen kleinen Schleimpunkt im Augenwinkel erkennen können

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Der Pfeil zeigt einen kleinen Schleimpunkt im inneren Augenwinkel.
Zur besseren Sichtbarkeit ist dieser hier etwas deutlicher dargestellt. In der Praxis ist er oft nur stecknadelkopfgroß.

Möchten Sie Unterstützung für Ihren Hund?

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund ebenfalls auf Umweltreize oder Pollen reagiert, kann eine individuell abgestimmte naturheilkundliche Begleitung sinnvoll sein.

Wenn Sie Unterstützung wünschen, helfe ich Ihnen gerne.

Hinter den Bildern auf dieser Seite finden Sie eine Kontaktmöglichkeit.

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Dann öffnet sich automatisch ein E-Mail-Fenster, über das Sie direkt Kontakt zu mir aufnehmen können.

Birthe Thompson

Birthe Thompson ist Tierpsychologin, Journalistin, Autorin, Coach und Bloggerin. Jahrelang Mehrhundehalterin, lebt sie heute mit ihrem Mann und derzeit zwei Rüden der Rasse Rhodesian Ridgeback im Norden Deutschlands. Über viele Jahre hat sie sich im aktiven Tierschutz verdient gemacht. Selbst war sie immer wieder Pflegestelle für Tierschutzhunde. Zu ihren Aufgaben gehörte es auch, Hunde einzuschätzen, um Vermittlungsprofile zu erstellen. Birthe Thompson ist Ansprechpartnerin für viele Bereiche zum Thema Hund. Gerade auch, wenn es um Tierschutz geht, brilliert sie durch ihre kompetente Vorgehensweise und ihr Wissen.

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