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Fell, Haare und die Frage nach dem Humbug

  • 21. Januar 2026
  • Birthe Thompson
Fellmineralanalyse beim Hund

Über Skepsis, Stoffwechselachsen und das, was sich im Alltag einschreibt

Wenn sich leise Widerstände aufbauen

Fellmineralanalyse beim Hund? Es gibt Themen, bei denen man sehr schnell merkt, wie unterschiedlich sie wahrgenommen werden. Kaum sind sie ausgesprochen, spürt man, ob jemand innerlich mitgeht oder ob sich leise Widerstände aufbauen. Die Fellmineralanalyse gehört zweifelsohne dazu.

Immer wieder begegne ich denselben Reaktionen, wenn es um dieses Thema geht: Skepsis und hochgezogene Augenbrauen. Und oft dieser unausgesprochene Vorwurf, das Ganze bewege sich irgendwo zwischen gut gemeint und wissenschaftlich fragwürdig. Fast immer steht dabei eine einzige Frage im Raum, manchmal offen gestellt, manchmal nur gedacht: Eine Fellmineralanalyse beim Hund? 
Kann man denn aus einem Haar wirklich so viel herauslesen?

Diese Frage ist interessant. Nicht, weil sie neu wäre, sondern weil sie sehr deutlich zeigt, wie selektiv wir Wissen einordnen. Denn betrachtet man sie nüchtern, ohne Emotion, ohne Lagerdenken, dann ist sie längst beantwortet, nur nicht immer dort, wo viele sie suchen.

Warum Haare längst als Informationsquelle anerkannt sind

In kriminaltechnischen Laboren wird seit Jahrzehnten mit Haaren gearbeitet. Forensische Toxikologen untersuchen Haarproben auf Schwermetalle, auf Umweltgifte, auf Medikamente, auf Substanzen, die im Blut längst nicht mehr nachweisbar wären. Nicht aus Neugier, sondern weil Haare etwas leisten, was andere Gewebe nicht können: Sie speichern Verlauf.

Ein Haar erzählt keine Geschichte von heute. Es erzählt, was war. Während es wächst, wird es versorgt, nämlich über das Blut, über den Stoffwechsel und über die Haut. Genau in dieser Zeit baut der Körper ein, was verfügbar ist und lagert aus, was er nicht behalten möchte.

Haare sind damit kein esoterisches Medium, sondern ein biologisches Langzeitarchiv. Still, unscheinbar, aber erstaunlich ehrlich.

Gleiche Methode, andere Fragestellung

Niemand käme ernsthaft auf die Idee, forensische Haaranalysen als Humbug zu bezeichnen. Und doch passiert genau das, sobald wir den Kontext wechseln. Sobald es nicht mehr um Strafverfolgung geht, sondern um Gesundheit, um unsere Tiere, um Therapie.

Der Unterschied liegt dabei nicht in der Methode. Die analytischen Verfahren sind vergleichbar, die Messungen ebenso. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Fragestellung.
In der Forensik geht es um Nachweis und Beweis. In der Fellmineralanalyse geht es um Einordnung, Zusammenhänge und funktionelle Betrachtung.

Was die Fellmineralanalyse beim Hund leisten kann und was nicht

Die Fellmineralanalyse ist keine Momentaufnahme. Sie ersetzt kein Blutbild, keine Kotuntersuchung und keine bildgebende Diagnostik. Sie steht daneben. Und manchmal dahinter.

Sie zeigt nicht, was gerade akut entgleist ist, sondern ob ein Organismus über längere Zeiträume regulieren konnte oder ob er längst kompensiert, blockiert oder überfordert ist.

Dabei geht es nie um einzelne Werte. Erst im Zusammenspiel entsteht Bedeutung.

Fellmineralanalyse beim Hund.

Mineralstoffachsen statt Einzelwerte

Natrium und Kalium: Hinweise auf Regulation und Belastung

Ein klassisches Beispiel ist das Zusammenspiel von Natrium und Kalium. Tauchen beide isoliert und deutlich erhöht auf, sollte man aufmerksam werden. Nicht, um vorschnell eine Diagnose zu stellen, sondern weil dieses Muster in der Praxis immer wieder im Zusammenhang mit Nierenbelastungen gesehen wird.

Nicht zwingend als manifeste Erkrankung, sondern als Ausdruck funktioneller Überforderung. Der Körper verliert an dieser Stelle seine feine Regulation und genau das spiegelt sich im Fell.

Kalium als Stressmarker: besonders beim Pferd

Für Pferdemenschen kann das interessant sein:

Ganz anders ist das Bild, wenn Kalium allein stark erhöht ist. Besonders beim Pferd zeigt sich dieses Muster auffallend häufig. Chronischer Stress, anhaltender Schmerz und dauerhafte Überforderung hinterlassen hier sehr deutliche Spuren.

Hufrehe, chronische Lahmheiten, Turnierbelastung oder permanenter innerer Druck und schon wird Kalium zum stillen Marker eines Organismus, der nicht mehr zur Ruhe kommt.
Das Fell vergisst diese Belastungen nicht.

Bei Hund und Katze ist dieses Bild seltener, aber wenn es auftritt, ist es umso ernster zu nehmen.

Chaotische Muster als Hinweis auf hormonelle Dysregulation

Dann gibt es Analysen, die auf den ersten Blick irritieren: Hauptmineralstoffe und Spurenelemente scheinbar kreuz und quer verteilt. Ein Teil erhöht, ein anderer erniedrigt. Keine klare Linie.

In der Praxis zeigen sich solche Muster immer wieder bei Tieren mit Schilddrüsenproblematiken. Die Regulation gerät aus dem Takt, der Körper verliert seine Fähigkeit zur klaren Steuerung und genau das bildet sich im Fell ab.

Toxische Elemente als Spiegel des Alltags

Passivrauch: ein oft unterschätzter Faktor

Ein Faktor, der immer wieder unterschätzt wird, ist Passivrauch. Nicht der Rauch, den der Mensch inhaliert, sondern der sogenannte Nebenstromrauch. Er entsteht beim Glimmen der Zigarette und beim Ausatmen und enthält eine Vielzahl hochtoxischer Substanzen.

Tiere sind diesem Rauch schutzlos ausgeliefert. Sie inhalieren ihn, sie nehmen ihn über Haut und Schleimhäute auf. Besonders Hunde, die bodennah leben, sind hier stark betroffen. Fellmineralanalysen zeigen diese Belastungen häufig sehr deutlich.

Metallnäpfe: praktisch, aber nicht immer unproblematisch

Ein weiterer Klassiker sind Metallnäpfe, insbesondere dann, wenn Wasser über längere Zeit darin steht. Edelstahl gilt als hygienisch und praktisch, doch in der Praxis zeigen sich immer wieder auffällige toxische Werte, die sich zumindest teilweise darüber erklären lassen.

Der Austausch gegen Glas ist einfach und in vielen Fällen ein wichtiger Schritt.

Wasser, Strontium und der maskierte Mangel

Auch das Trinkwasser spielt eine größere Rolle, als viele vermuten. In Regionen mit kalkhaltigem Leitungswasser finden sich nicht selten erhöhte Strontiumwerte.

Strontium ähnelt Calcium chemisch so stark, dass der Körper beide kaum unterscheiden kann. Gelangt Strontium in relevanter Menge in den Organismus, konkurriert es mit Calcium um den Einbau in Knochen und Zähne.

Wenn erhöhte Werte einen Mangel anzeigen

Was dann geschieht, ist tückisch. Calcium wird vermehrt ins Fell ausgeschieden, weil es nicht ausreichend eingebaut werden kann. In der Analyse erscheinen erhöhte Calciumwerte. Auf dem Papier sieht das nach Überversorgung aus, tatsächlich liegt ein sogenannter maskierter Mangel vor.

Sinkt die funktionelle Calciumverfügbarkeit, wird Magnesium vermehrt aufgenommen. Das Verhältnis verschiebt sich, eine Kaskade beginnt, die an ganz anderer Stelle Symptome verursachen kann.

Warum die Anamnese für die Einordnung unverzichtbar ist

All diese Informationen lassen sich nicht isoliert lesen. Erst wenn klar ist, was ein Tier frisst, welches Wasser es trinkt, welche Supplemente es erhält, welche Medikamente gegeben werden und welchen Umweltfaktoren es ausgesetzt ist, beginnt das Bild zu „sprechen“.

Die Fellmineralanalyse beim Hund lebt vom Kontext.

Therapie bedeutet Zeit und Geduld

Toxische Belastungen entstehen nicht über Nacht. Sie verschwinden nicht durch eine kurzfristige Maßnahme. Bewährt hat sich ein langfristiger Ansatz: bindende Substanzen zur Entlastung und gleichzeitig eine vorsichtige Unterstützung der Leber.

Einzelstoff-Supplementierungen greifen dabei meist zu kurz. Der Körper arbeitet in Netzwerken, nicht in Einzelwerten.

Fazit: Die Sprache der Haare verstehen lernen

Die Fellmineralanalyse ist kein Instrument für schnelle Antworten. Sie ist ein Werkzeug für diejenigen, die bereit sind, zuzuhören. Die nicht nach Beweisen suchen, sondern nach Zusammenhängen.

Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, ob man aus Haaren etwas lesen kann. Das wird in forensischen Laboren jeden Tag bewiesen.
Die entscheidende Frage ist, ob wir bereit sind, diese Sprache zu lernen und sie verantwortungsvoll zu übersetzen.

Einladung zum gemeinsamen Hinschauen

Wenn Sie sich mit der Fellmineralanalyse beim Hund intensiver beschäftigen möchten und diesen Weg gern gemeinsam mit mir gehen wollen, biete ich Ihnen genau das an: eine individuelle Begleitung bei der Durchführung und Einordnung einer Fellmineralanalyse.

Über das untenstehende Bild können Sie direkt Kontakt mit mir aufnehmen. Ein Klick öffnet Ihr E-Mail-Programm, und Sie können mir unverbindlich schreiben. Ich melde mich anschließend persönlich bei Ihnen, um das weitere Vorgehen in Ruhe zu besprechen.

Manche Themen brauchen Zeit. Und manchmal braucht es einfach jemanden, der mit Ihnen gemeinsam hinschaut.

Zur Kontaktaufnahme, klicken Sie bitte auf mein Foto. Es macht sich dann ein E-Mail-Fenster auf.
Birthe Thompson

Birthe Thompson ist Tierpsychologin, Journalistin, Autorin, Coach und Bloggerin. Jahrelang Mehrhundehalterin, lebt sie heute mit ihrem Mann und derzeit zwei Rüden der Rasse Rhodesian Ridgeback im Norden Deutschlands. Über viele Jahre hat sie sich im aktiven Tierschutz verdient gemacht. Selbst war sie immer wieder Pflegestelle für Tierschutzhunde. Zu ihren Aufgaben gehörte es auch, Hunde einzuschätzen, um Vermittlungsprofile zu erstellen. Birthe Thompson ist Ansprechpartnerin für viele Bereiche zum Thema Hund. Gerade auch, wenn es um Tierschutz geht, brilliert sie durch ihre kompetente Vorgehensweise und ihr Wissen.

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