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Sammelkotprobe beim Hund richtig entnehmen

  • 16. März 2026
  • Birthe Thompson

Dieser Beitrag gehört zu einer Artikelserie über Darmdiagnostik beim Hund.
Den Einstieg in das Thema finden Sie im Artikel: Darmdiagnostik beim Hund verstehen

Kotuntersuchung beim Hund: Wann sie sinnvoll ist und was sie zeigen kann

Wenn ein Hund auf Darmparasiten untersucht werden soll, stellt sich für viele Hundehalter*innen eine praktische Frage: Wann ist eine Sammelkotprobe beim Hund notwendig und wann reicht eine einzelne Kotprobe aus?

Viele Menschen kennen die Empfehlung, Kot über mehrere Tage hinweg zu sammeln. Diese sogenannte Sammelkotprobe wurde in der klassischen Parasiten-Diagnostik lange Zeit standardmäßig eingesetzt.

Der Hintergrund ist leicht verständlich. Parasiten oder ihre Entwicklungsstadien werden nicht bei jeder Darmentleerung gleichmäßig ausgeschieden. Eine einzelne Kotprobe kann deshalb unauffällig sein, obwohl tatsächlich ein Befall vorliegt.

In den letzten Jahren hat sich die Labordiagnostik jedoch deutlich weiterentwickelt. Moderne Nachweismethoden können Parasiten oder deren Bestandteile häufig empfindlicher erkennen als frühere Verfahren. Deshalb arbeiten manche Labore und Tierärzt*innen heute bevorzugt mit frischen Einzelproben, insbesondere wenn empfindliche Testverfahren eingesetzt werden.

Ob eine einzelne Probe ausreicht oder mehrere Proben sinnvoll sind, hängt immer von drei Faktoren ab:

1. der konkreten Fragestellung
2. den Symptomen des Hundes
3. der verwendeten Labormethode

In vielen Situationen kann es weiterhin sinnvoll sein, mehrere Kotproben zu untersuchen. Vor allem dann, wenn Parasiten oder Giardien möglichst sicher ausgeschlossen werden sollen.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, wann mehrere Kotproben sinnvoll sind und wie Sie die Kotprobe korrekt entnehmen und versenden.

Warum Parasiten und Giardien nicht in jedem Häufchen nachweisbar sind

Viele Krankheitserreger im Darm werden nicht bei jeder Darmentleerung ausgeschieden.

Das gilt besonders für Wurmeier von Darmparasiten und für Zysten von Giardien. Diese werden häufig intermittierend ausgeschieden. Intermittierend bedeutet, dass die Erreger nur zeitweise im Kot auftreten.

Ein Hund kann daher durchaus mit Würmern oder Giardien infiziert sein, obwohl eine einzelne Kotprobe an einem bestimmten Zeitpunkt keine Erreger enthält. Wird nur eine einzelne Probe untersucht, besteht deshalb immer das Risiko, dass ein Befall übersehen wird.

Mehrere Kotproben erhöhen die Sicherheit des Nachweises

Um diese diagnostische Lücke zu verkleinern, werden bei Parasitenuntersuchungen häufig mehrere Kotproben untersucht. Dabei geht es heute in vielen Fällen nicht mehr darum, Kot über mehrere Tage zu sammeln. Stattdessen werden drei aufeinanderfolgende Kotabsetzungen beprobt.

Das bedeutet in der Praxis: Wenn ein Hund an einem Tag zweimal Kot absetzt, können bereits zwei dieser Proben verwendet werden. Beim nächsten Kotabsatz wird dann die dritte Probe entnommen.

Setzt ein Hund häufiger Kot ab, wird jeweils eine kleine Menge aus den drei aufeinanderfolgenden Kotabsetzungen entnommen. Diese Proben werden gemeinsam im Probenröhrchen gesammelt und anschließend ins Labor geschickt.

Durch diese Vorgehensweise erhöht sich die Wahrscheinlichkeit deutlich, Parasiten oder Giardien im Labor nachzuweisen.

Diese Vorgehensweise wird besonders häufig eingesetzt bei:

  • Wurmtests
  • Giardien-Untersuchungen
  • manchmal auch bei wiederkehrenden oder unklaren Durchfällen

Wann frischer Kot für eine Untersuchung unbedingt erforderlich ist

Nicht jede Fragestellung eignet sich für eine Sammelprobe. Wenn die bakterielle Zusammensetzung der Darmflora untersucht werden soll, ist eine möglichst frische Kotprobe erforderlich.

Der Grund liegt in der Biologie der Darmbakterien. Viele dieser Mikroorganismen sind sogenannte anaerobe Bakterien. Das bedeutet, dass sie nur unter Sauerstoffausschluss leben können. Sobald der Kot mit Luft in Kontakt kommt, beginnen diese Bakterien langsam abzusterben.

Je länger eine Probe gelagert wird, desto stärker verändert sich daher die ursprüngliche Zusammensetzung der Darmflora. Aus diesem Grund sollte Kot für solche Untersuchungen möglichst zeitnah nach der Entnahme versendet und bis zum Versand im Kühlschrank gelagert werden.

Nach den Vorgaben der Labore gilt außerdem eine klare Grenze. Die Kotprobe darf bei Eingang im Labor nicht älter als vier Tage sein. Ist die Probe älter als vier Tage, kann sie in der Regel nicht mehr zuverlässig ausgewertet werden. Deshalb ist es wichtig, das Datum der Probenentnahme auf dem Begleitschein zu vermerken.

In meiner Arbeit als Tierheilpraktikerin hat sich folgende Vorgehensweise bewährt.

Entnehmen Sie die Kotprobe möglichst am Montagmorgen.
Bewahren Sie das Röhrchen bis zum Versand gekühlt im Kühlschrank auf.
Bringen Sie die Probe möglichst direkt zur Post oder geben Sie sie dem Zusteller mit.

Der Versand im Maxibrief reicht in der Regel aus. Nach meiner praktischen Erfahrung kommen die Proben bei dieser Vorgehensweise meist bereits am nächsten Tag im Labor an.

Wenn Sie die Untersuchung über meine Praxis durchführen lassen, erhalten Sie zusätzlich passende Versandtaschen. Darin können Probenröhrchen und Begleitschein einfach eingelegt werden. Anschließend kann die Probe direkt zur Post gebracht werden.

So entnehmen Sie die Kotprobe richtig

Damit eine Kotuntersuchung verlässliche Ergebnisse liefern kann, lohnt es sich, bei der Probenentnahme einige grundlegende Punkte zu beachten.

In den Tagen vor der Entnahme sollten Sie die gewohnten Fütterungsgewohnheiten Ihres Hundes möglichst unverändert beibehalten. Eine plötzliche Futterumstellung kann die Zusammensetzung des Kots beeinflussen und damit auch einzelne Laborwerte verändern.

Wenn Ihr Hund Präparate mit lebenden Mikroorganismen erhält, zum Beispiel Probiotika, sollten diese in der Regel etwa sieben Tage vor der Untersuchung pausiert werden. Auch stark bindende Substanzen wie Flohsamenschalen oder Heilerde können bestimmte Messwerte verändern. Solche Produkte werden daher meist drei bis fünf Tage vor der Probenentnahme abgesetzt. Ob dies im Einzelfall sinnvoll ist, sollte vorher kurz abgeklärt werden.

Bei der Entnahme selbst ist darauf zu achten, dass möglichst keine Fremdstoffe in die Probe gelangen. Gras, Erde, Laub oder Fell können das Ergebnis verfälschen. Mit dem beiliegenden Löffel entnehmen Sie eine kompakte Menge Kot und geben sie in das Probenröhrchen. Dieses wird etwa zu drei Vierteln gefüllt und anschließend fest verschlossen.

Wenn mehrere Kotabsetzungen untersucht werden sollen, bleibt das Probenröhrchen zwischen den einzelnen Entnahmen im Kühlschrank aufbewahrt. So bleibt das Probenmaterial möglichst stabil.

Vergessen Sie nicht, das Röhrchen mit dem Namen Ihres Hundes und dem Datum der Probenentnahme zu beschriften. Auch der Begleitschein sollte vollständig und gut leserlich ausgefüllt werden.

Damit die Probe schnell im Labor ankommt, empfiehlt es sich, den Versand möglichst zu Beginn der Woche zu planen. So vermeiden Sie, dass die Sendung über das Wochenende im Postsystem liegen bleibt.

Fehler bei der Probensammlung.

Typische Fehler beim Sammeln einer Kotprobe

In der Praxis sehe ich immer wieder kleine Fehler, die die Aussagekraft einer Kotuntersuchung beeinträchtigen können. Ein häufiger Fehler ist die Verwendung ungeeigneter Gefäße.

Leere Haushaltsgläser oder normale Kotbeutel sind für diagnostische Zwecke nicht geeignet. Sie können die Probe verunreinigen oder austrocknen lassen.

Nutzen Sie deshalb ausschließlich die speziellen Probenröhrchen aus der Praxis oder vom Labor. Auch extreme Temperaturen können problematisch sein. Im Hochsommer oder bei starkem Frost kann ein längerer Aufenthalt im Briefkasten die Probe beeinflussen.

Sicherer ist es deshalb, die Sendung direkt in einer Postfiliale abzugeben oder dem Zusteller mitzugeben.

Wie ich Sie bei der Kotdiagnostik unterstütze

Die korrekte Entnahme einer Kotprobe wirkt auf viele Hundehalter*innen zunächst komplizierter, als sie tatsächlich ist.

Wenn Sie mögen, erhalten Sie deshalb nicht nur die passenden Probenröhrchen für Ihren Hund, sondern auch eine genaue Anleitung zur Entnahme.

Gemeinsam klären wir zunächst, welche Untersuchung für die aktuelle Fragestellung sinnvoll ist. Danach besprechen wir, ob eine frische Einzelprobe oder mehrere aufeinanderfolgende Kotproben benötigt werden.

Sobald die Laborergebnisse vorliegen, erläutere ich Ihnen die Befunde verständlich und ordne sie im Zusammenhang mit den Beschwerden Ihres Hundes ein. Daraus lassen sich anschließend sinnvolle naturheilkundliche und ernährungsbezogene Schritte ableiten.

Zur Kontaktaufnahme klicken Sie bitte auf mein Logo.

Übersicht aller Artikel dieser Serie

  1. Darmdiagnostik beim Hund verstehen: Kotuntersuchung beim Hund: Wann sie sinnvoll ist und was sie zeigen kann
Birthe Thompson

Birthe Thompson ist Tierpsychologin, Journalistin, Autorin, Coach und Bloggerin. Jahrelang Mehrhundehalterin, lebt sie heute mit ihrem Mann und derzeit zwei Rüden der Rasse Rhodesian Ridgeback im Norden Deutschlands. Über viele Jahre hat sie sich im aktiven Tierschutz verdient gemacht. Selbst war sie immer wieder Pflegestelle für Tierschutzhunde. Zu ihren Aufgaben gehörte es auch, Hunde einzuschätzen, um Vermittlungsprofile zu erstellen. Birthe Thompson ist Ansprechpartnerin für viele Bereiche zum Thema Hund. Gerade auch, wenn es um Tierschutz geht, brilliert sie durch ihre kompetente Vorgehensweise und ihr Wissen.

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